Ruhiger und unruhiger Geist

Ruhiger und unruhiger Geist

In der Meditations- und Zen-Übung versuchen wir gerade als Anfänger zunächst einen ruhigen Geist zu kultivieren. Wir üben Stille, wir versuchen oft mit Kraft, Konzentration und Anstrengung einen klaren Geist zu gewinnen. Aber was ist in den Momenten dazwischen? Liegen wir dann ständig falsch, wenn wir uns mal kurz nicht anstrengen?

Ein Schlüssel zu dauerhaftem Glück besteht darin annehmen zu können und damit einverstanden zu sein, wie unser Geist jetzt gerade ist. Das Annehmen des Ist-Zustandes erlaubt mir unverkrampfter auch mit nicht-idealen Situationen umzugehen. Vor allem auch dann, wenn ich mal wieder nicht ideal bin, also nicht meinem gedachten Ideal entspreche…

Wenn ich mich annehmen kann so wie ich bin, meinen Geist so annehmen kann wie er gerade ist, also damit einverstanden bin wie die Welt sich für mich gerade darstellt, dann kann mein Geist sich “entspannen”.
Es kann sein, dass ich dann aufgrund des Erkennens, was jetzt gerade hilfreich ist, mich dennoch dazu entschließe eine Runde zu sitzen oder ein Mittagsschläfchen zu machen etc., um mich besser zu fühlen, wenn es jetzt gerade in das Geschehen passt. Das ist prinzipiell kein Widerspruch. Aber entscheidend ist das Annehmen und das Einverstanden-sein um wirklich in Harmonie mit mir und meiner Welt sein zu können.

Das hier Beschriebene ist ein kleiner Aspekt dessen, wenn im Zen gesagt wird: Der alltägliche Geist ist der Weg.

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